So, ich wollte mal meine Meinung kundtun:
Eigentlich ein netter Appetizer um jetzt das Spiel zu zocken. Muss ich dann mal probieren.
Rollen:Einige Stimmen sind echt klasse.
"Sara Kelly-Husain" sehr gut, Relativ am Anfang hatte sie sehr viel Text, da hatte ich kurz das Gefühl, dasses zu stark abgelesen war.
"Alessandro Alioto" sehr genial.
Ich glaube, dass ich schauspielerisch bin etwas bei den Profis untergegangen.
Jan Boysen war wirklich super als Chef und Searge kann natürlich "bärbeißig" am besten.

Sven Matthias hat als Erzähler seine Sache wie immer fein gemacht.
Tabitha kann man nicht viel sagen, war einfach zu kurz.
Ich fand mich ab und an etwas "merkwürdig"... lag wohl an den Dialogen.
Cut:Uff, ich bin nicht soooo zufrieden damit. Warum gab es ab und an so große Löcher in den Dialogen, dadurch wirkte alles etwas statisch. Darüber habe ich mich das ganze Hörspiel über geärgert. In der "Postfach"-Szene merkt man es besonders, oder wenn Sandman sich mit
Major Kenny "Kettle" Baws unterhält.
Skript:Ihr wart zu artig. Die Sprecher sind so liebevoll zueinander, weil sie immer schön abwarten, bis einer fertig ist, dann spricht der Nächste. "Unterbrechen", "über den Mund fahren" oder einfach mal ein "Hmm" dazwischen, gibt es nicht. Die Dialoge waren allgemein etwas "
schwach". Ich hatte das ja schon damals beim Einsprechen angemerkt. Dadurch ist die Dynamik flöten gegangen. Krasses Beispiel: Wenn Jan als Mitchell die Kadetten stutzt, wartet er artig, bis Sandman seinen Gedanken zu Ende gedacht hat, um dann weiterzureden. Da hätte man das anders machen können. Zum Beispiel ihn leiser drehen und er sagt dann irgendetwas Unwichtiges, während Sandman denkt.
Auch wenn alle artige Offiziere sind und ihre Chefs ausreden lassen, können sie ruhig mal dazwischen ein "Ja Sir, natürlich, hmmm, aha" bringen. Dramaturgie im Hörspiel lebt von Übertreibungen, wir können nicht nicken, das sieht keiner. Zudem gilt: Wenn jemand in einer Szene nichts mehr sagt, ist er nicht mehr da. Zum Beispiel hätte man alle Kadetten hören sollen. Vielleicht als sie alle rein kamen, dann der Chef: "Ruhe, Stillgestanden!". Dann klackende Füße beim Stammstehen. Ab und an vielleicht das typische Husten.
Dann noch die Frage: Ich-Erzähler und normaler Erzähler. Wieso? Man hätte es dynamisch im Dialog lösen können. Der Erzähler spricht manchmal sehr viel, das hätte ruhig ein Charakter übernehmen können. Die Schauspieler waren nämlich gut, nur ihre Dialoge waren manchmal etwas schwere Kost.
Als Prolog für ein Computerspiel habe ich es gerne gehört. Die Musik war toll, und das Wing-Commander-Feeling kam auf. Ich war etwas traurig, dass das Hörspiel dann schon fertig war, aber es soll ja im Computerspiel weitergehen. Ein guter Auftakt.
Tja, die erste Mission muss ich dann ja wohl spielen, um weiter etwas zu erleben.
