Autor Thema: Eine vorläufige Review: Rabenpriester  (Gelesen 2858 mal)

Windesser

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« am: 07.11.2009, 15:54 »
Rabenpriester

Ich mag keine großen Einleitungen, darum gehe ich mal gleich in die Vollen:

Der Hintergrund und Leitfaden zur Serie ist gut gewählt, und neu, zumindest für mich. Esoterisch orientierte Hörspiele sind mir bis jetzt jedenfalls noch keine untergekommen.

Allerdings muss ich sagen, dass selbst für mich, obwohl ich hier thematisch nicht ganz unbedarft bin, die Kombination aus Handlung und Setting etwas gewöhnungsbedürftig ist. Die Handlung hätte ich, zugegeben, lieber in einem fantastischen Rahmen gesehen, als in diesem modernen. Auch, weil ich als leidenschaftlicher Konsument von Büchern, Hörspielen und Filmen an epische Handlungen, dramatische Abenteuer und große Liebesgeschichten gewöhnt bin.
In unserer Welt ist so etwas deutlich schwerer darzustellen, die moderne Welt ist größer, weitläufiger, so dass Dramen manchmal einfach etwas dramatischer sein müssen, um ihre Wirkung nicht zu verlieren. Das wäre bei Rabenpriester vielleicht schon zu erreichen gewesen, wenn man die Handlung nicht in eine Stadt, in der man in der Anonymität leicht untergeht, sondern in ein Dorf gelegt hätte, vielleicht in einer abgelegenen Gegend? Dort läuft das Leben langsamer und eine verseuchte oder verdorbene Quelle kann die Stimmung und das Miteinander der Dorfgemeinschaft gravierend beeinflussen, während ein vergleichbarer Effekt in einer Stadt nur schwer sicht- oder erfahrbar zu machen ist, schon allein deshalb, weil es deutlich schwerer fällt, einen erzählerischen Bezug herzustellen.
Vergleichbare Settings findet man übrigens (um mal einen nicht wertenden (!) Vergleich zu ziehen) in einigen der frühen Folgen der John Sinclair Edition 2000-Hörspiele.

Die Charaktere sind teilweise etwas sparsam vorgestellt, ich wüsste zum Beispiel gern mehr darüber, was Anne, Tom, Michelle und der süße Choleriker, dessen Name mir spontan entfallen ist, im Berufsleben tun, wie es sie weiter beeinflusst. Was zum Beispiel ist das für ein ominöser neuer Job, in dem Anne so gut bezahlt wird? Abgesehen von der kurzen Einführung der einzelnen Charakter bleibt man da als Hörer schon irgendwie auf dem Trockenen sitzen, weil man einen nur sehr kleinen Ausschnitt aus dem Leben der vier bekommt. Haben die eigentlich noch andere Freunde? Gehen sie gern auf Parties? (sic!) Trinken sie Alkohol? Essen sie lieber Pizza mit Thunfisch oder Selbstgekochtes aus dem Biosupermarkt? Und wie ziehen sie sich überhaupt an? Sind sie hübsch oder hässlich?
Nach den ersten zwei Folgen bleiben die Protagonisten für mich leider etwas zweidimensional. Positiv ist dagegen, dass man sie emotional schnell einordnen kann. Jens (ha! Er heißt Jens!) ist der impulsive mit dem großen Beschützerinstinkt, Tom der romantische Zweifler, Michelle so naiv, dass sie dazu neigt, sich selbst gehörig zu unterschätzen.. und Anne ist eben Anne. Manchmal zu Schreien doof, aber liebenswert.
Das ist wirklich gut gemacht, man freut sich beim Hören, wenn einer der vier wieder etwas vorhersehbares tut, weil es in das emotionale Bild passt, das man entwickelt.

Kommen wir zu den Sprechern, der garstigste Teil einer Hörspielkritik.

Oda

Gut gesprochen auf weiten Strecken, aber gerade in Momenten der Unsicherheit des Charakters, oder wenn Anne Zweifel an dem hat, was sie sagt oder denkt, ist mir das teilweise zu übertrieben. Die Pausen einen Tick zu lang, der Tonfall etwas zu fragend.
Was ich mir wünschen würde, wäre etwas mehr Lebendigkeit in der Sprache und gleichzeitig ein etwas sparsamerer Umgang mit Betonungen. Leider fällt es mir schwer, „Lebendigkeit“ in einen greifbaren Bezug zu setzen, ist mehr so ein Gefühl.

Falko

Erstmal: Toller Gesamteindruck. Es hat mich jedesmal in den Fingern gejuckt, da eine Kopfnuss zu verteilen, wenn Jens’ Emotionen wieder hochkochen. Ganz großes Kino. Aber auch hier wieder: Manche Betonungen sind einfach zu viel des Guten. Man kann starke Gefühle auch etwas sparsamer vertonen. Gerade, weil man bei Hörspielen nur auf diesen einen Sinn angewiesen ist, nimmt man als Hörer vieles sehr fein wahr. Eine leichte Anspannung in der Stimme kann vieles ausdrücken, Variationen in Tonhöhe und Lautstärke machen viel aus, wenn sie subtil eingesetzt werden. Zu dem ausgesprochen sympathischen Rumgeknurre noch eine technische Kritik: Der Sprecher sollte dabei mehr Abstand zum Mikrofon haben, so verrauscht es leider hier und da ein bisschen.

Tommy

Schön. Ganz ehrlich, da fällt mir kein Kritikpunkt ein. Toll gesprochen, eine Freude für das verwöhnte Ohr!

Lilly

Auch hier gilt wieder: eine sehr charismatische Stimme! Manchmal sind die hohen Töne etwas unangenehm fürs Ohr, und hier und da schlägt die Freude oder Begeisterung etwas über die Stränge, was Betonung und Lautstärke betrifft. Weniger ist mehr! Trotzdem ist Michelle sehr einfühlsam gesprochen, man entwickelt sehr schnell Sympathie für diesen Charakter.

Jörg Tim

Dieser Teil fällt mir besonders schwer. Ein Hörspiel-Erzähler hat in der Regel neben dem Hauptcharakter die wichtigste Rolle in einem Hörspiel, er führt durch die Handlung, gibt die Stimmungen des Settings vor und stellt den Bezug zwischen Hörer und Charakteren her.
Technisch ist da meines Erachtens nach noch viel Übung vonnöten, der Erzähler spricht teilweise sehr unsauber (etwas, das mir besonders ins Ohr gestochen hat, war das Vertauschen von ‚sch’ und ‚ch’ zum Beispiel bei Michelle, wo aus dem weichen ‚sch’ ein weiches ‚ch’ wurde. Ein im Deutschen relativ typischer Fehler, wenn man sich um eine klare Aussprache bemüht). Endungen auf ‚em’ und ‚en’ werden teilweise verschluckt, so dass ich mich jedesmal gefragt habe, ob ich was auf den Ohren hab.
Auch fehlte mir bei den Erzähltexten mehr Lebendigkeit. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Erzähler meinte, was er da sagte. Streckenweise klang es leider auch deutlich nach Ablesen.
Andererseits, um meiner Kritik vielleicht (hoffentlich) etwas von ihrer Schärfe zu nehmen: Da steckt ein Haufen Potential drin. Die Stimme ist angenehm, tolle Frequenz und man hört, dass sich da eine Menge verbessern kann.

Zu den anderen Sprechern sage ich jetzt lieber nichts mehr, da ich inzwischen bei über zwei Seiten bin. Das wird eventuell nochmal nachgeholt. ;)


Insgesamt ein sehr ambitioniertes Hörspiel, das aber eben erst noch aus den Kinderschuhen herauswachsen muss. Die Dialoge klingen an vielen Stellen steif und gekünstelt, eine etwas natürlichere Wortwahl wäre da wünschenswert. Die Soundeffekte wurden sparsam eingesetzt, haben mir aber sehr gut gefallen. (Nur hab ich mich gefragt, warum in der zweiten Folge, als Michelle die arme Carmen in ihrem Laden findet, während des Gesprächs der beiden nochmal die Klingel an der Ladentür geklingelt hat? Ist da jemand reingekommen? Oder rausgegangen?)
Das Erzähltempo hätte man für meinen Geschmack gut und gerne ein bisschen anziehen können, so wird es leider streckenweise etwas langatmig, selbst, wenn nicht viel Zeit vergeht. Und das Ende beider Episoden war irgendwie nicht so richtig klar zu erkennen, als wäre es einfach irgendwo abgeschnitten. Ich bin ein großer Freund von gewichtigen abschließenden Phrasen, auch da kann ich wieder nur grinsend auf John Sinclair verweisen („Das hoffe ich, Suko.. das hoffe ich.“).

Mein Gesamteindruck ist trotz aller Kritikpunkte aber sehr gut und ich habe große Sympathie für alle Charaktere entwickelt. Die nächste Episode wird auf jeden Fall auf meiner Festplatte landen und ich bin gespannt, wie es mit den vieren weitergeht!

Herzlich,
Lili
« Letzte Änderung: 07.11.2009, 16:23 von Windesser »

Windesser

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
Re: Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #1 am: 07.11.2009, 16:14 »
Da sind mir doch spontan ein paar Schlampereien beim Hören passiert, das hab ich eben mal korrigiert. Ist ja schon peinlich.. ;o)

Oda Plein

  • Label-Leitung
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.862
    • P&P Vision
Re: Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #2 am: 07.11.2009, 16:22 »
Wow ich sage herzlich Dank für diese Rezi, sie ist richtig schön umfangreich und bringt zumindest mich in der Arbeit richtig weiter.
Danke schön!

Heute schon gelächelt?

Windesser

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
Re: Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #3 am: 07.11.2009, 16:28 »
Es war mir eine Freude, umso mehr, wenn sie dir/euch noch was bringt!
Dann warte ich mal gespannt auf die nächste Folge und halte die Finger tippbereit *grins*

Oda Plein

  • Label-Leitung
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.862
    • P&P Vision
Re: Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #4 am: 07.11.2009, 16:31 »
Ich sage viel Spaß dabei und du darfst auch noch viel längere Rezis schreiben^^
Deine Kritiken machen Sinn und geben Ansätze zu neuen Überlegungen, da können sich viele Rezensenten eine Scheibe abschneiden^^
Heute schon gelächelt?

Tabitha Hammer

  • "Hämmerchen"
  • Core-Member
  • Hero Member
  • ****
  • Beiträge: 567
Re: Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #5 am: 07.11.2009, 17:03 »
schöne rezi. auch wenn ich kritik über mich ein wenig vermisse ^^
schön ausführlich
- We do what we must, because we can!-
(GlaDOS)

Windesser

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
Re: Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #6 am: 07.11.2009, 17:12 »
Nicht umsonst ist es "eine vorläufige Review". *grins*
Ich habs nun noch einige Male nach-gelesen und auch noch mal in ein, zwei Stellen reingezappt, da kommt auf jeden Fall noch was nach.
Ich werde mir die beiden Episoden die Tage nochmal ganz anhören und dann eine überarbeitete Rezension hier reinstellen. Deal? ;o)

Ralf »Searge« Pappers

  • Label-Leitung
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.383
  • Mein Name ist Nobody
    • Strange World Productions
Re: Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #7 am: 09.11.2009, 13:12 »
Ich pers. muß sagen, Gott sei Dank findet die Geschichte nicht im üblichen Rahmen statt (siehe die Anmerkung '"Dorf" oben). Denn das ist doch genau das was alle erwarten und was in jedem Hörspiel dieser Art (Phantastik) erwartet wird. Wie langweilig! Aber in einer "normalen" Umgebung erzeugt das viel mehr Interesse, für meinen Geschmack, weil es dort einfach nicht erwartet wird. Das gibt wesentlich mehr Raum für dieser Art der Erzählung.

Das mußte ich unbedingt anbringen, als ich die Rezi gelesen habe. :)
Gruß »Searge«


Oda Plein

  • Label-Leitung
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.862
    • P&P Vision
Re: Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #8 am: 09.11.2009, 18:28 »
Interessant ist, dass sich noch keiner gefragt hat, ob es diese Stadt vielleicht wirklich gibt und wo sie liegt. Es gibt einen ganz großen Anhaltspunkt^^
und dann weiß man auch, dass es sich um eine Kleinstadt handelt*grins
Heute schon gelächelt?

Windesser

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
Re: Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #9 am: 10.11.2009, 00:17 »
Denn das ist doch genau das was alle erwarten und was in jedem Hörspiel dieser Art (Phantastik) erwartet wird. Wie langweilig!

Ist grundsätzlich ein guter Gedanke, aber dann muss es auch entsprechend umgesetzt werden. Vom Prinzip her habe ich weder etwas dagegen, sich für eine gute Geschichte an bekannten Klischees zu bedienen, noch habe ich was gegen das Brechen selbiger. (Es ist toll, das Rad neu zu erfinden, aber wo es doch schonmal da ist..) Nur: Wenn man den Anspruch erhebt, auch ohne sie eine gute Geschichte zu erzählen, muss man diesem Anspruch auch entsprechen - sonst kriegt man eine Rezension mit vieliglicher Kritik ;o)
Ich habe ja oben bereits Ansätze zur Lösung dieses "Problems" gegeben. Das Setting allein ist gar nicht der Knackpunkt, die Summe der Punkte isses, da knackts.
Wie gesagt: Tolles Konzept, aber in meinen Augen eben noch nicht ganz "gar".

(Noch was zum Interesse erzeugen: Einen Freund von mir hat es massiv abgeschreckt. Der hätte die gleiche Geschichte im Fantasiegewand sehr gemocht - so hat er nach 10 Minuten ausgeschaltet, weil es ihm "zu viel" wurde.. Euren Hörerkreis schränkt ihr damit schon ein. - Das soll aber nicht heißen, dass ICH es nicht gut finde!)

Oda: Die Rhumequelle? Rhumspringe ist aber nur ein 3000-Seelenkaff, als Kleinstadt lass ich das nicht gelten ;o)

Oda Plein

  • Label-Leitung
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.862
    • P&P Vision
Re: Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #10 am: 10.11.2009, 11:01 »
Rabenpriester ist kein Hörspiel für die Masse, von daher finde ich es nicht so schlimm, wenn jemand es nicht hören mag. Über Geschmack kann man nicht streien^^

@Lili sie fahren eine gute halbe Stunde (wird erwähnt) *grins
Heute schon gelächelt?

LillyHidomi

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 223
Re:Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #11 am: 16.02.2010, 17:13 »
Ohh, das ist ja fein, ich freue mich riesig, dass ich auch einen Platz in der Rezension bekommen habe!
Sonst habe ich mich bisher fast immer nur als "Michelle & Co konnten mich nicht überzeugen" oder "Die anderen Sprecher waren ganz ok" gesehen.

Deine Ohren tun mir übrigens Leid, Lili, vielleicht schaffe ich es, in Teil 3 nicht so sehr auf die Pauke zu hauen  ;D
Frei leb' ich dieses Leben, frei meiner Worte wegen.

Eomer

  • Sprecher
  • Newbie
  • ****
  • Beiträge: 12
    • Ed Parkers Anerican Kenpo System
Re:Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #12 am: 11.03.2010, 10:18 »
Hallo Windesser,

vielen Dank für die sehr interessante Kritik. Werde weiterhin versuchen die angesprochenen Punkte zu verbessern.

Für mich war die Rolle des Erzählers in Rabenpriester Teil 1 meine erste Sprechrolle überhaupt. Ich hatte mich seiner Zeit zwar beworben, habe aber an sich nicht wirklich damit gerechnet eine Rolle zu bekommen. Dann bekam ich die PN ... Eomer -> Erzähler !!! Ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig und war aufgeregt wie ein kleines Kind. Erst mit dem Zeitpunkt des Einsprechens wurde mir bewußt, wie schwer das überhaupt ist, insbesondere den Erzähler zu vertonen.    

Zum "ch" / "sch" Problem, kann ich nur sagen, "typisch Rheinländer"!  ;)  und ich möchte ergänzen, ... werde daran arbeiten!

An Deine Worte werde ich denken, wenn das nächste Script vor mir liegt ...

Aber ich denke, um mich wirklich deutlich verbessern zu können und um noch mehr Potential auszuschöpfen, brauche ich mehr Training und die Hilfe/Unterstützung. Heute habe ich mir noch mal einen der Teile angehört, speziell auf das Fallenlassen von "en" / "em" geachtet. Ich habe den Text noch mal vor mich hingesprochen und versucht die Worte deutlich mit den Endungen zu sprechen. Es fiel mir sehr schwer. Wie kann man das abstellen oder durch welche Übungen kann man es Wegtrainieren?

Vielen Dank für die Info.

Lg
Eo=)

« Letzte Änderung: 11.03.2010, 17:49 von Eomer »
Many truths lie in sophisticated simplicity ... Ed K. Parker

Oda Plein

  • Label-Leitung
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.862
    • P&P Vision
Re:Eine vorläufige Review: Rabenpriester
« Antwort #13 am: 11.03.2010, 18:21 »
Eomer der Stil ist genauso, wie ich es haben wollte. Da hast du dich genau an die Regieanweisung gehalten. Dieser Erzähler ist ein Begleiter...er ist emotional nicht beteiligt.
Also bitte am Stil nichts ändern*grins.

Die Endungen? Das ist einfach. Sprich das Ganze so deutlich wie möglich mit einem Bleistift zwischen den Zähnen und dann ganz normal ohne.
Heute schon gelächelt?

 

processor
sick
sick
sick
sick
wisdom
wisdom
wisdom
wisdom