So, Herr Landsi*edel hat Mittagspause und was macht er? Er sitzt am Computer, der Depp.

Jetzt muss ich auch nochmal mein Feedback zur AW-Reihe geben:
Ich finde gerade, weil ihr in einigen Punkten etwas ganz anders gemacht habt, findet das Hörspiel soviel Anklang. Es gibt immer Punkte, an denen man sich reibt, das ist völlig normal und kann ebenso ein Kundenbindungsinstrument sein.
Die Stärken von AW sind jedoch mannigfaltig:
Die Geschichte hat mich beim Hören der erten Folge erstmal sehr in Anspruch genommen. Genau wie Lars habe auch ich erst in der zweiten Folge die Figuren langsam auseinander zu halten vermocht. Das finde ich aber garnicht schlimm. Verrätselung hält einen bei der Stange und ich mag es, selbst nach Erklärungen zu suchen und zu tüfteln. Schön ist, dass ihr eine Frage bewnatwortet und zwei neue stellt. Dadurch bleibt's spannend.
Die Musik ist meistes perfekt eingesetzt und ganz großartig geschrieben. Von melancholischem Pop von Helen Trevillian über treibende Elektrobeats oder Ambientsound von DocSeltzam oder den opulenten Orchesterklängen Markus Hollers bis zum Hammerthema von Daniel Laufer. Die längeren Abschnitte mit den Songs von Helen Trevillan gefilen mir zum Beispiel ganz besonders gut, weil sie genau das tun, was der Searge oben beschrieb, Ziet geben zum "sacken lassen". Das gilt besonders für die Sequenz nach dem Tod von Dawsons Frau.
Die Geräusche und Effekte: Tiefe Verbeugung vor allen, die daran beteiligt waren. Das so nahtlos und wie aus einem Guß hinzubekommen, obwohl ja Jan und der Searge ein paar hundert Kilometer auseinander wohnen. Geil. Das mit den Backblechen muss ich mir echt merken...
Die Sprecher sind, wie schon Lars sagte, durchwachsen. Ich glaube tatsächlich, das liegt nicht an den Talenten an sich. Auch Profisprecher sind dann besonders gut, wenn sie einen Anspielpartner haben. Allein im Studio oder im Wohnzimmer

zu stehen und dann noch so eine Leistung hinzukriegen ist wiederum von allen Beteiligten erste Klasse!
Und nach einem ersten Reinhören ist das auch nicht mehr so problematisch. Es bringt mich nicht mehr raus. Und es ist halt der Preis für die Freiheiten der dezentralen Produktionsweise. Man könnte da versuchen, noch mehr Skype-Regie-Sessions hinzukriegen, oder als Regisseur an wichtigen Stellen den Dialogpartner schonmal für den ersten Sprecher selbst aufzunehmen, damit der einen Anspielpartner hat.
Aber das ist alles schon Verfeienrungstalk.
Summa summarum: Geiles Teil. Ich scharre bereits mit den Hufen beim Gedanken an den fünften Teil! So, jetzt krieg ich noch einen Espresso und dann geht's ab an die Arbeit - mein Telefon blinkt schon wieder ganz wild...